| SG Neuenhaus/ Uelsen 3!!! |
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Spielberichte Saison 08/09 |
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Lagebericht:
Fangen wir mit einer guten Nachricht an: Die neue Handballsaison geht los!
Endlich wieder packende Duelle mit altbekannten Gesichtern, stundenlange Handball-Philosophie-Runden nach den Spielen und Woche für Woche neue Theorien wann wir die Meisterschaft unter Dach und Fach bringen.
Aber wie das immer so ist, folgt auch hier auf die Gute eine schlechte Nachricht, und zwar: Die neue Handballsaison geht los! Schon wieder die gleichen Gesichter mit denen man sich Samstag für Samstag in den Sporthallen des Emslandes und der Grafschaft gegenseitig das runde Leder um die Ohren hauen muss. Vorbei die schöne Zeit in der man sich abends einfach in die Kneipe setzen kann ohne sich vorher die Lunge aus dem Hals rennen zu müssen. Und vor allem, auch vorbei die Ausrede für die 3-12 Kilo Übergewicht!
So, nun aber zur aktuellen Situation in der Dritten. Auch in diesem Jahr haben wir auf spektakuläre Neuverpflichtungen oder gar Panik-Käufen kurz vor Transferschluss verzichtet.
Seit dem Kauf von Thorsten W. aus Meppen und Christian U. aus Düsseldorf wissen wir ja wo so was hinführen kann. Allerdings werden Worte aus der Gerüchteküche laut, dass Götz Crede’ in diesem Jahr wieder das ein oder andere mal den Klettverschluss seiner Handballschuhe für uns schließen wird. Auch beim Trainergespann setzen wir mit Lenz C. und Hans H. auf alt bewerte Haudegen, obwohl es nach dem miserablen Abschneiden in der letzten Saison allen Grund dazu gab, an ihren Stühlen zu sägen.
Bei unserem allzweijährlichen Trainingslager am Ijsselmeer konnten sich die beiden schon den ersten Eindruck unseres Konditionsstands machen, brachen die Trainingseinheit aber Hände über den Kopf schlagend nach 15 min wieder ab. Da lag das Grillfleisch wohl noch etwas schwer im Magen.
Unser Saisonziel lautet wie in jedem Jahr ganz klar die Meisterschaft. Allerdings nicht nur die Meisterschaft, sondern am besten ohne Minuspunkt und evtl. ohne Gegentor.
Dieses Saisonziel wird allerdings von Woche zu Woche etwas nach unten geschraubt, bis es am letzten Spieltag heißt: „Hauptsache nicht letzter“
1. Spieltag!
1. Spieltag, ein Gaumenschmaus fürs Auge!!!
So, nachdem wir letzte Woche schon Meppen/Twist in einem Freundschaftsspiel aus der Halle gefegt hatten und die uns daraufhin, um anderen Mannschaften das gleiche Schicksal zu ersparen, einen in der Kabine stehenden Besen zerstört hatten, war nun Werlte an der Reihe!
Unser erstes mit Spannung erwartetes Punktspiel. Und, soviel sei schon mal verraten, auch Werlte musste erfahren wo der Besen hängt.
Wir waren auch nicht die einzigen, die voller Vorfreunde dem Spiel entgegen fieberten. Auch unsere Zahlreichen ca. 150 Zuschauer waren gespannt wie Flitzebögen, wie wir in die neue Saison starten. Vor lauter Aufregung trudelten fast alle sogar schon 3 Stunden zu früh in der Halle ein. Gott sei dank, spielte zufällig unsere 1. Damenmannschaft noch vor uns, so dass sich unsere Zuschauer da noch etwas die Zeit vertreiben konnten. Allem Anschein nach hatten dann aber plötzlich einige unter ihnen dringende Termine und verließen kurz vor Anpfiff unserer Partie fluchtartig die Halle, so dass wir am Ende vor einer auch nicht unerheblichen Kulisse von 12 Zuschauern spielten. Unter ihnen auch bekannte Handballgrößen wie Marc Gortmann, Milan Lügtenaar, Jan Hensen, Frederik Linnemann, Fabian Wissmann und Arne Scholten. Der aufmerksame Beobachter hat auch sofort bemerkt dass sich, in Form von Gerd Tharner, ein Talentscout aus der ersten Mannschaft unter die Zuschauer geschmuggelt hat, um eventuell noch den ein oder anderen Spieler aus der Talentschmiede zu entreißen. Er zog aber nach 30 min wortlos von dannen.
Jetzt aber zu unserer Saisonpremiere!
Das Spiel verlief anfangs wie jedes andere auch. Wir versuchten sofort Tempo ins Spiel zu bringen. Unser Tempo! Und unser Tempo ist so ausgelegt, dass wir ohne weiteres sofort Leute wie Jopi Heesters ins Spiel integrieren könnten. Nach ca. 6 min fiel auch schon das erste Tor für die Hausherren und kurz danach das erste Gegentor. So ging es eigentlich ohne nennenswerte Aktionen bis zur sehnsüchtig erwarteten Halbzeitpause weiter.
Doch dann kam jemand der die Wende im Spiel herbeiführen sollte!
Unter den frenetischen Anfeuerungsrufen der Zuschauer, betrat der „Godfather of Hotelfachfrau“ Thorsten Weidemann in seiner schwarz weißen Arbeitskleidung die Bühne!
Und dann ging es rund. Die Werlter Jungs waren jetzt ohne den Hauch einer Chance.
Unterstützt durch die Zuschauer, die sich in der Halbzeitpause mit Pauken und Trompeten bewaffneten, brannten wir jetzt ein Torfeuerwerk nach allen Regeln der Handballkunst ab.
Nachdem wir acht Tore in Folge geworfen haben, und das Spiel entschieden war, öffneten wir endgültig die Trickkiste. Lupfer, Dreher und Tore hinter dem Rücken am Fließband. Auch der Kempa-Trick, nee Ansätze des Kempa-Tricks, nee ok, mit dem Kempa-Trick hatte das nichts zu tun! Dafür wurde aber noch der von unserem Edelfan Kerstin gewünschte Hubschrauber aus dem Hut gezaubert.
Das Endergebnis hieß dann 29-16, was uns leider zu dem Schluss kommen lässt, das wir nicht mehr ohne Gegentor Meister werden können. Aber die Meisterschaft ohne Punktverlust ist uns in der Form wohl nicht mehr zu nehmen.
2. Spieltag
Nur noch 14 Siege bis Malle!
Noa lecks mi om Orsch!!! Zweites Spiel zweiter Sieg. Diesmal hieß der Gegner Surwold.
Und mal unter uns Pastorentöchtern, wer außer Surwold sollte in der Lage sein das Dreamteam aus der Dinkelstadt und der Stadt des Abenteuerspielplatzes in die Knie zu zwingen? Hoogstede? Wohl kaum! Salzbergen? Nee! Es sieht ganz danach aus als hätten wir gestern unsere Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht. Und das schon nach dem zweiten Spieltag. Also quasi das gleiche wie im letzten Jahr und davor und davor…
Es war das erste Spiel in unseren nigelnagelneuen Frosch-grünen Trikots.
Leider stellte sich heraus, dass die neuen Trikots mit einem Materialfehler ausgeliefert wurden. Bei dem einen oder anderen Spieler waren die Hemden in der Bauchgegend viel zu eng geschnitten, obwohl auf dem Zettelchen XXL stand. Naja, nachdem wir aber alle Jungs in die Trikots gedrückt hatten konnte es losgehen.
Das wichtigste war von Anfang an, das Tempo rauszunehmen. Bei nur einem Auswechselspieler ist das das A und O. Den Surwoldern kam das ganz gelegen, da auf Ihrer Ersatzbank lediglich zwei nette Mädels saßen, die uns beim Spiel Bayern gegen Bremen auf dem Laufenden hielten. So verlief das Spiel ganz gemütlich und in aller Ruhe. Wer das Spiel als Sieger verlassen sollte, zeichnete sich schon relativ früh ab, denn bis zur 15. Minute hatten wir schon siebenmal ins Schwarze getroffen, aber erst einen Treffer hinnehmen müssen. Und das lag nicht an unserer starken Abwehrleistung, sondern eher an unseren beiden, ebenfalls unter dem Materialfehler der Trikots leidenden Torhütern. Jungs, ich weiß nicht was ihr vor dem Spiel genommen habt, aber nimmt das öfter. Es war quasi unmöglich die runde Harzkugel an den beiden vorbei zu werfen. Egal von wo und welcher Position, Motze und Berti hatten jeden Ball pariert.
4 Tore bis zur Halbzeit kassiert. Wahnsinn!
In der zweiten Halbzeit fanden die beiden dann aber zu alter stärke zurück und ließen noch 16 weitere Treffer zu. Das war aber egal, weil wir ja auch noch im Angriff stark vertreten waren. Als die Surwolder auf Manndeckung umstellten bot sich eine Menge Platz für unseren Rückraum und so konnte sich z.B. Lenz mit seiner gewohnten Performance durch die Abwehr tanzen, wie man es sonst nur aus der Rhythmischen Sportgymnastik kennt. Auch Linki war trotz seiner Mimosenverletzung am Handgelenk nicht zu bremsen und lochte das ein oder andere Mal ein.
Als sich dann ein Surwolder auch noch verletzte, und die beiden Damen auf der Bank keine Sportschuhe mit hatten, standen uns in der Schlussphase nur noch 5 Feldspieler gegenüber.
Der Torhüter erkannte blitzschnell dass da einer zu wenig auf dem Feld stand und versuchte sich ab sofort als neuer Mittelmann. Das wiederum löste in unserem Hexer Motze einen Reiz aus, sich in unsere Statistik als Torschütze einzutragen. Und es dauerte auch nicht lange, bis er einen Ball abfing, um ihn gekonnt im offenen Scheunentor unterzubringen. Weltklasse. Über das ganze Feld geworfen ohne das der Ball vorher den Boden berührt.
25:20 war dann der Endstand und damit stand fest, wir fahren nach Malle!
3. Spieltag
Noch immer keine Miesen!
Unglaublich, mit dem dritten Sieg in Folge haben wir uns an die Tabellenspitze geballert und verankert. Ich weiß nicht mit welchen Mitteln wir da noch verdrängt werden sollten. Ich würde an dieser Stelle gerne mal die Gründe für unsere Hochhause Überlegenheit auflisten, aber mir bleibt es beim besten Willen Rätselhaft wie es zu dieser Dominanz in dieser relativ stark, ääh schwach besetzten Liga kommen konnte. Ein Grund ist sicherlich dass das Team seit dem zweiten Weltkrieg personell nur kaum verändert wurde. Nur wenige Mannschaften können eine solche Eingespieltheit ihr Eigen nennen. Bei uns kennt jeder die Laufwege des anderen. Gut, bei so wenigen Laufwegen wie irgendwie möglich, ist das vielleicht auch keine große Kunst. Zum anderen liegt es aber auch an den uns gegebenen optimalen Trainingsmöglichkeiten. Die vermutlich 1413 erbaute Schulsport-Arena im Schatten der großen Sporthalle in Uelsen mit ihrer geschätzten 4x9 Meter großen Spielfläche bietet perfekte Vorrausetzungen um freitags abends eine gemütliche Runde Fußball zu spielen und lädt zudem bei herrlichem Ambiente noch zum verweilen im Kabinentrakt ein.
Kommen wir aber nun zu unserem gestrigen Spiel. Zu Gast waren die, nennen wir sie mal Handballer, aus Salzbergen. Nee Jungs, dat war nix.
Aber man sollte Ihnen zu Gute halten, dass sie erst seit 6 Monaten Handballspielen.
Schnell konnten wir uns auf 8-2 absetzten. Selbst die Tatsache, dass wir vor einer relativ kleinen Kulisse von ca. sechs Zuschauern spielten, ließ uns nicht aus der Ruhe bringen und so konnten wir nach und nach unseren Vorsprung weiter ausbauen.
Da das Spiel bereits zur Halbzeitpause entschieden war, offenbarte uns unser Trainer Lenz, dass er seinen Durst nach frisch gezapftem Gerstensaft nicht länger mit sich rumschleppen wollte und verschwand in seiner Schützenfest Montur Richtung Deutsches Haus.
Völlig auf uns allein gestellt mussten wir also zur zweiten Hälfte antreten. Aber das gelang uns genauso gut, wenn nicht sogar besser. Das Tor des Tages warf Zweifels ohne, Christian –Uli- Ulrich. Nicht weil er die Kugel besonders schön im Gegnerischen Tor untergebracht hatte, sondern aufgrund seines Bettelns nach dem Ball beim Tempogegenstoß.
„Hacki, Hacki, Hacki“ rief er, während er sich die Lunge aus dem Hals rannte und gleichzeitig nach dem letzten bisschen Luft jappste. Leider kann ich nicht in einer solch hohen Oktave schreiben, wie Uli schreien. Wirklich schade. Den Abstieg des Tages musste wohl die Betreuerin der Gäste erleiden. War sie 2 Stunden zuvor noch Zeitnehmerin beim Spiel HSG Nordhorn gegen die Rhein-Necker-Löwen, saß sie nun beim Spiel Neuenhaus-Uelsen3 gegen Salzbergen an der Uhr. Dabei war der größte Unterschied wohl, hätten wir sie bezahlen müssen, wir hätten es gekonnt.
Aufgrund unser hohen Führung kurz vor dem Ende der Partie, durfte unser Torwart Berti ran, um unsere Siebenmeter zu werfen. Er hatte wohl die ganze Woche noch nicht schlafen können, weil er in der internen Torhütertorschützenliste bereits seit sieben Tagen mit 0-1 hinter Henning lag. Nach 4 Siebenmetern steht es jetzt 1-1.
Das Spiel endete 34:10 und hätte durchaus noch höher ausfallen können, wenn wir mehr Tore geworfen hätten. Leuchtet ein, ne.
Euer Theo Veldhausen!
4. Spieltag
Zum Glück nicht unter die Rheder gekommen!
Ja, das war ein verdammt hartes Stück Arbeit am Sonntag. Nicht das Spiel gegen Rhede, sondern um 10:00 Uhr morgens aufzustehen. Hatten wir doch am Samstag noch den kleinen Niklas pinkeln lassen, stand bereits wenige Stunden nach Pinkelschluss das Spiel gegen die Rhede auf dem Programm. Das muss selbst die Firma Bayer an ihren Umsatzzahlen gemerkt haben, dass da noch leichte Disharmonie unter einigen Schädeldecken herrschte und noch starke Abstimmungsprobleme zwischen Kleinhirn und Motorik auftraten.
Nichts desto trotz mussten wir uns alle am Sonntagmorgen auf den Weg nach Rhede machen, denn wenn wir nur mit den Spielern angetreten wären die Fit waren, ständen wir mit nur einem oder zwei Spielern auf dem Platz, was am Endergebnis vielleicht nicht viel verändert hätte, aber dann wäre uns mit Sicherheit wieder Arroganz vorgeworfen worden und das möchten wir ja tunlichst vermeiden.
So ging es dann also los und der erste Fauxpas ließ nicht lange auf sich warten. Die Abfahrtszeit. Katastrophe! Schon wieder waren wir viel zu früh in der Sporthalle. Und das obwohl Hans noch nicht mal die Abfahrtszeit festgelegt hat. Ok, vielleicht lag es diesmal auch einfach daran, dass niemand wusste wo Rhede liegt, geschweige denn, das es Rhede überhaupt gibt, zumindest in Ostfriesland oder wo auch immer das war.
Nun waren wir also schon 40 Minuten vor Spielbeginn da und unser Plan war es, sich in der Zeit schon mal den Gegner beim warm machen anzuschauen, was aber auch nicht ging, weil die Rheder F-Jugend sich noch in der Halle zum auslaufen aufhielt. Das dachten wir zumindest, bis die Jungs uns bei der Begrüßung gegenüber standen. Die Tatsache, dass wir also gegen die grüne Gruppe des Lutherischen Kindergartens aus Rhede spielen sollten, zwang unseren Trainer Lenz dazu, kurzfristig noch unsere Abwehrstrategie zu ändern. Zitat: „ Jungs, nehmt ihnen den Ball weg, aber wenn sie weinen gibt ihnen den wieder“
Womit wir eigentlich auch schon den zweiten Höhepunkt des Spiels hinter uns gebracht hatten, noch bevor das Spiel begann. Der erste Höhepunkt war nämlich die Begrüßung von Uli Ulrich, der diese in einem Dialekt ausführte, der selbst Sachsen-Paule vor Neid erblassen ließe.
Ja, das Spiel trottete so vor sich hin wie jede Woche. Da gibt’s eigentlich nicht viel von zu erzählen, außer vielleicht das wir unser mit Abstand schlechtestes Spiel der Saison ablieferten. Da half auch die Tatsache nichts, dass die andere Hälfte vom Duo -Bunsen und Brenner- nach einjähriger Verletzungspause wieder mit von der Partie war (ok, eigentlich müsste es, nach einjähriger Keinbockmiteuchflaschenhanballzuspielenpause heißen, aber Verletzungspause schreibt und ließt sich einfach schöner).
Am Ende hieß es 37-25 für den designierten Meister der Kreisklasse.
PS: So langsam verstehe ich auch diese Arroganzvorwürfe wenn ich mir das hier so durchlese;-)
Gruß Theo
5. Spieltag
Hoogsteder auf eigenen Steinen ausgerutscht!
Es war soweit, unser allererstes Spiel gegen die Jungs aus der Handballhochburg Hoogstede. Ja, richtig gehört, Hoogstede. Hoogstede an sich ist ja eher bekannt für ihre wunderschönen…ääh…nee, für ihre einzigartigen…nee, eigentlich für rein gar nix, aber noch weniger für Handball. Aber gestern spielten wir tatsächlich gegen die bis zur letzten Saison in der A-Jugend spielenden Hoogsteder. Auf dem Papier war es das absolute Spitzenspiel, der Erste gegen den Zweiten. Die Realität sah aber anders aus. Ca 450 Jahre geballte Handballerfahrung auf der einen Seite, gegen geschätzte 5 Jahre auf der anderen Seite. Da brauchte man nicht mit Nostradamus verwandt sein, um einen hohen Sieg der Hausherren vorauszusagen.
Dennoch strömten die Zuschauer in Scharen in die Bosthorst-Arena um bei der Premiere, Dritte gegen Hoogstede, live dabei zu sein. Dabei waren es nicht nur unsere eingefleischten Stammzuschauer, oder auch Spielerfrauen genannt, die von ihren Männer zum zugucken gezwungen werden, sonder auch eine große Gruppe Hoogsteder und sogar Emlichheimer füllten nach und nach die Halle.
Kurz vor Spielbeginn, dann auch noch die Hiobsbotschaft für unsere Gäste. Der Etatmäßige Torhüter hatte sich ein kleines Wehwehchen am Daumen zugezogen und Michi, der alte Möchtegern Steine-in-den-weg-leger lag mit Muffensausen im Bett und trat die Reise gar nicht erst an.
Ja, somit waren die letzten Zweifel an einem Sieg aus dem Weg geräumt und die sympathische Trainerin der Gäste gratulierte uns völlig zu Recht bereits 10 Minuten vor dem Spiel zur gewonnenen Meisterschaft. Soviel Fachkompetenz wünsche ich mir öfter.
Nun aber zum Spiel. Bereits nach 8 Minuten stand fest wer die Hosen an hat und das spiegelte sich auch auf der Anzeigentafel wieder. 6-1 für die Grünen. Vorne war eigentlich so gut wie jeder Ball im Netz, was aber wie gesagt nur daran lag, dass Wehwehchen Torwart nur auf der Bank saß, und hinten wollte das (wenig-)Harzgeschoss einfach nicht an Berthold und Henning vorbei. Selbst Siebenmeter waren keine Garantie für einen Torerfolg der Gäste.
Bis zur Halbzeit war das Spiel dann endgültig entschieden. 18-11 stand es da ungefähr.
Die zweite Halbzeit verlief dann genauso wie die Erste, nur mit dem Unterschied, dass Bernd Brenner die letzten 29 Minuten auf der gegenüberliegenden Seite verbrachte. Nicht etwa weil er keine Lust mehr hatte, sondern weil er nach einer Watschn wie sie im Lehrbuch steht,
vom Schiedsrichter mit der roten Pappe bestraft wurde. Sehr zur Verwunderung Bernds, echauffierte sich aber niemand im Publikum über diese völlig richtige Entscheidung. Denn lieber Bernd, wie sagte schon einst Berti Voigts: „Aggressivität gehört nicht in den Sport, solche Emotionen sollte man zu Hause bei seiner Frau ausleben“.
Ansonsten war es aber, abgesehen von einer kleinen, wie wir sie von unserem Torwart Berti kennen, Kung-Fu Einlage ala Mr. Miyagi, ein recht faires Spiel das zum Schluss 37-21 endete.
Sollten wir jetzt noch das nächste Spiel gegen Sögel gewinnen sind wir wohl endgültig durch und wir können die Kutschfahrt nach Mallorca buchen. Ich denke da beißt der Hahn keinen Zacken ab, wie mal ein weiser Sprichworte Erfinder zu sagen pflegte.
In diesem Sinne, tschau dann erstmal!
Theo N.
6. Spieltag
Silgrita Sögel war bislang unser stärkster Gegner, da es sich hier größtenteils auch um Alte Hasen handelt, wie wir es sind. Unser stärkster Spieler, zumindest was die Zahl der geworfenen Tore laut Statistik angeht, zog es vor, einen Familienausflug ins Ruhrgebiet zu machen. Wir sind aber auch ohne Herrn Hacker recht gut gestartet und konnten schnell einen 3,4,5 Tore Vorsprung aufbauen. Es gelang uns aber nicht, uns deutlich abzusetzen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam der Gegner sogar etwas ran, da wir trotz schön heraus gespielter Torchancen den Ball häufig nicht im Netz unterbringen konnten. Das Endergebnis war dann 23:15 im Vergleich zu den bisherigen Spielen eine geringe Torausbeute. Zu erwähnen ist noch, daß gegen Ende des Spiels eine leichte Disharmonie entstand und noch drei Rote Karten verteilt werden mußten, weil der Gegner irgendwie die Nerven verloren hatte. Ich hoffe, das Rückspiel verläuft etwas disziplinierter.
Jetzt stehen noch zwei Spiele in der Hinrunde an, wenn die Beteiligung bei den Spielen weiter so hoch ist, sollten wir ungeschlagen in die Winterpause gehen.
Theo Osna
7. Spieltag
Berthold Mey, ich will ein Kind von dir!
Als erstes einmal eine Feststellung in eigener Sache. Boah hab ich Kopfschmerzen!
Samstagabend-Spiele sind einfach immer mit Schmerzen verbunden, von denen man erst sonntags erfährt. Naja!
Wie also gesagt, stand gestern unser vorletztes Hinrunden Spiel auf dem Programm und wiedermal mussten wir auf unseren Spielertrainer verzichten, da dieser Tags zuvor (Achtung!) noch einige Geschäfte zu erledigen hatte. Es ging gegen die Drittvertretung aus dem wunderschönen Dörfchen Emlichheim.
Wirklich beeindruckend wie sich die Emlichheimer warm gemacht haben. Richtig Professionell sah das aus und dann noch mit so einem großen Kader (a propos Kader, es wird nicht besser mit den Kopfschmerzen)!
Mit der Professionalität hörte es aber exakt mit dem Anpfiff des Herrn –bitte den Freiwurf 3 cm weiter links ausführen- Schiedsrichters auf. An und für sich sah das richtig gut aus, was die Emlichheimer zu bieten hatten, allerdings haben sie den Ball nicht in unserem Tor unterbringen können, und das ist heutzutage nun mal leider das entscheidende beim Handball.
Immer wieder blieben die insgesamt gut 300 Kilo weniger wiegenden Emlichheimer in unserer Abwehr hängen und kamen deswegen meistens gar nicht erst zum Wurf. Wenn der Abwehr aber dann doch mal der ein oder andere Jungspund durch die Lappen ging, war der Ball noch lange nicht im Kasten, denn da stand jemand, der das Spiel seines Lebens in seinem Gehäuse machte. Berthold -7 Meter Killer- Mey!!! Wahnsinnig der Kerl. Wenn ich mich nicht allzu sehr verzählt habe, müssten es unter anderem 8 von 10 Strafwürfen gewesen sein, die unser Torminator vereitelt hat. Nach 12 Minuten stand den Gästen noch kein einziges Tor zu Buche. 8-0 hieß es da. Weil wir uns aber nicht wieder Arroganz vorwerfen lassen wollten, ließen wir dann aber absichtlich ein paar Gegentreffer zu. 10 Stück sollten es am Ende werden, denen 26 geworfene Tore gegenüber standen. Das hätten aber durchaus noch mehr sein können, wenn wir nicht so fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen wären.
8. Spieltag
Goliath verletzt, aber nur leicht!
Als erstes mal möchte ich mich entschuldigen, für den Verspäteten Spielbericht, aber auch ich, der nach Außen so cool und lebensfroh wirkende Sportjournalist, hat einen verdammt weichen Kern und weiß nur schwer mit solch harten Niederlagen wie sie am Samstag passiert sind umzugehen. Nach ausführlichen Gesprächen mit meinem Therapeuten bin ich nun aber in der Lage über die Geschehnisse vom Wochenende zu berichten.
Sicherlich kann man mal ein Spiel verlieren, aber aufm Twist???
Nee, diese Pleite war schon ein starkes Stück, ich glaube Franjo Poth hätte den Karren nicht schöner an die Wand fahren können.
Kommen wir aber nun zur Ursachenforschung.
Als ersten Schuldigen fällt mir da der Staffelleiter ein. Er hätte doch bei diesen Witterungsverhältnissen das Spiel gar nicht stattfinden lassen dürfen.
In dem Glauben daran dass das Spiel ausfällt haben wir unser Freitagstraining kurzerhand von der Sport- in die Gaststätte verlegt und uns dementsprechend einen hinter die Binsen gekippt.
Das wäre doch überhaupt nicht passiert, wenn wir davon ausgegangen wären dass wir Samstag spielen sollten. Fassen wir also zusammen, hätte der feine Herr Staffelleiter das Spiel ausfallen lassen, hätten wir nicht verloren. Da besteht glaube ich kein Grund zur Diskussion.
Der zweite Übeltäter: Der Wetterfrosch! Was für ein Schneechaos. Trotz Schneeketten an unseren Fahrzeugen kamen wir nur ganz schleppend durch das völlig im Schnee untergegangene Emsland. Und dann bot uns, ebenfalls ausgelöst durch den Schneesturm, in unmittelbarer Nähe der Sporthalle auch noch ein Bild des Grauens! Eine Lawine hatte im Vorgarten eines Einfamilienhauses gewütet und sich zu drei Riesigen Kugeln entwickelt, die sich zu allem Unglück auch noch übereinander stapelten und erst kurz vor dem Eingangsbereich des Hauses zum stehen kam. Selbst große Eichenbäume konnten der Kraft der Lawinen nicht widerstehen, und so blieben nur winzige Zweige von Ihnen übrig, die noch aus der mittleren Schneekugel hervorlauerten. Das gleiche Schicksal erfuhr wohl ein Obst- und Gemüsehandel, der sich in der Nähe befunden haben muss, von dem allerdings einzig und allein eine Karotte übrig geblieben ist, die mitten in der oberen Lawinenkugel steckte.
Wenn man so etwas mit eigenen Augen sieht, ist es wohl kaum verwunderlich, dass da an ein vernünftiges Handballspiel kaum noch zu denken ist. Also: Vernünftiges Wetter, vernünftiges Handballspiel.
Ditte Ursache: Die Sporthalle! Oder sollte ich sagen das Sporthällchen?
An und für sich ist diese Twister Institution sicherlich Spitzenmäßig. Für Schachturniere, Tischfußball, Mensch ärger dich nicht und so weiter. Da fällt mir gerade ein, dieses Spiel mit der kleinen bunten Plane auf dem Boden, auf der man irgendwelche Verrenkungen machen muss, nennt sich meines Erachtens Twister. Das kann doch auch kein Zufall sein.
Jedenfalls ist ein Handballspiel gehobener Klasse, wie wir es gewohnt sind, beim Besten Willen nicht möglich. All unsere Spielzüge, die wir extra für dieses Spiel wochenlang geprobt hatten, waren auf Grund der Hallengröße nicht möglich. Fazit: andere Halle, anderes Ergebnis.
Als nächstes, der Schiedsrichter. Is’ klar der hat immer Schuld. Außerdem hat er ein Time-out für die Gastgeber gepfiffen, obwohl wir im Ballbesitz waren. Also bitte!!! Allein das wäre doch schon ein Grund für eine Wiederholung des Spiels. Das hat uns völlig aus der Bahn geworfen. So konnten wir natürlich nicht gewinnen, der alte Time-out Pfeiffer!
So, nicht das hier noch der Eindruck entsteht, wir würden die Schuld nur bei anderen suchen, nein, nein, nein. Auch unsere Gesamte Mannschaft, mit Ausnahme von Uli, ist Schuld an der Niederlage. Wer hat den Uli denn damals bei uns aufgenommen? Das waren doch wir. Da müssen wir uns alle mal selbst an die Nase fassen.
Zum Schluss noch ein paar Worte an die Konkurrenz: Auf so eine Verkettung unglücklicher Umstände könnt ihr zwar auch alle hoffen, aber sind wir mal ehrlich, das wird nicht wieder vorkommen.
Euer Theo Veldhausen.
9. Spieltag
Leute, Leute!
Stark dezimiert starteten wir diesen Samstag zum Auswärtssieg nach Werlte. Ein Auszug aus den Krankenakten:
Andre Link litt an einer Grippe fuseliger Art und für ihn war bereits nach dem Warmlaufen klar, dass nur im Notfall ein Einsatz möglich wäre.
Hans Höhne steht eine schwerwiegende Arm-OP bevor, was nicht heißt, dass er krank ist, aber der psychische Druck vor Spielanpfiff war dennoch enorm für ihn.
Henning Motzkus laboriert noch an seiner Knieverletzung.
Thorsten Weidemann fällt nach einer Blinddarm-OP aus.
Und Brenners Bernd hatte einfach keinen Bock.
In einer mehrstündigen OP gelang es uns aber die siamesischen Zwillinge Mathias Kolde und Rainer Jeurink voneinander zu trennen. Was dazu führte, dass wir den Spielberichtsbogen doch noch einigermaßen füllen konnten.
Nun aber zum Tageshöhepunkt: DIE ANREISE
Begleitet von einigen nicht gewaltbereiten Hooligans bewaffnet mit zwei Trommeln und vier Kindern machten wir uns also auf den Weg. Leider verlor ein Teil der Gruppe gleich zu Beginn den Anschluss. Aber eine unumstößliche Fernfahrerweisheit besagt ja: Werlte hat eine eigene Abfahrt. Besagter Fernfahrer, Matthias Hacker (Name von der Redaktion geändert), ließ sich auch bis kurz vor Papenburg nicht davon abbringen, dass dem so sei. Die Sache war klar: Es wurde an den Straßenschildern manipuliert. Irgend jemand muss die Schilder an der A 31, die den Weg nach Werlte weisen, demontiert haben. Die Kreisstraßenmeisterei Emsland kann sich jetzt schon mal als verklagt betrachten von unseren Topanwälten Dr. Jo Gerner und Barbara Salesch.
Also trafen einige Spieler leicht verspätet zum Anpfiff ein.
Das Spiel war bis zur Halbzeit ohne jegliche Höhepunkte. Das übliche Hin- und Hergeplänkel halt. Halbzeitstand war 11 : 12 für die überragende Dritte aus Neuenhaus. Mit dieser Leistung wollte sich Trainer Lenz Christmann nicht zufrieden geben. Er stellte kurzerhand die Deckung um, was dazu führte, dass die Werlter fortan völlig orientierungslos auf dem Platz umherirrten. Und schließlich völlig verdient mit 21 : 30 verloren. Und bevor uns sämtliche Neider wieder das Gästebuch vollmüllen: JA, genau so war es!!!
Da sich der ein oder andere Fahrer auf dem Rückweg nach Neuenhaus auf kein Straßenschild mehr verlassen konnte, wurde aus der Rückfahrt auch schnell eine Rückreise.
Leute, Leute ich kenn das Emsland jetzt wie meine Westentasche. Oder war einer von euch schon mal in Landegge???
Nach unserem durchaus verdienten Sieg haben wir noch ein kleines Abschiedsessen für Herrn Höhne organisiert. Im Restaurant "Chez Bertie" (gesp. Schee Bärthi) genehmigten wir uns noch einige panierte Schweinelendchen sowie frittierte Kartoffelstäbchen an allerlei Soßenvariationen. Dazu reichte man Gerstenkaltschalen.
Hans, auf diesem Wege nochmal gute Besserung!!
MIt sportlichem Gruß,
NOH Theo
10. Spieltag
Oh du Fröhliche…!
Samstag 19:30 Bosthorst-Arena. Es stand das Spiel gegen die mit Abstand zweitbeste Mannschaft der Liga auf dem Programm. Der Gewinner dieses Duells, wird am Saisonende wohl auch die Meisterschale in den Händen halten können. Ok, vielleicht noch Hoogstede oder Twist! Aber eigentlich nicht.
Wir konnten weitestgehend bei unserem Kader aus dem vollen Schöpfen, das Problem war allerdings, dass Matze H. und Christian U. am Abend vorher auf den 2008ten Geburtstag von Jesus eingeladen waren und dort auch aus dem Vollen Schöpften. Heidewitzka!
Da der Geburtstag bis in die frühen Morgenstunden ging, musste Matze H. sein Samstägliches Mittagsschläfchen kurzerhand in die Abendstunden verlegen und das überschnitt sich dummerweise mit der Anwurfzeit des Spiels. So wurde er relativ unsanft aus dem Schlaf geklingelt und machte sich auf den Weg in die Halle. Trotzdem tat das alles seinem hervorragenden Spiel keinen Abbruch. Zugegeben, hatte er von seinen ca. 45 Torwürfen ca. 44-mal erhebliches Pech und so landete der Ball stehts in den Armen des Weltklassetorhüters, im Toraus oder im Seitenaus. Man, was schlecht!
Der andere Geburtstagsgast Uli… Leute Leute!!!
Aber wie das eben bei einer Spitzenmannschaft so ist, wenn die einen partout nicht treffen wollen, sind die anderen zur Stelle. In diesem Fall sprang besonders Brenner in die Bresche! Anders als Matze H. mit seiner – ich lauf mal links los, bis ich völlig erschöpft rechts ankomme, mit letzter Kraft versuche über die Abwehr zu kommen und dann ins lange Eck werfe- Taktik, nimmt sich Brenner einfach den Ball und wirft ihn rein. Vielleicht nicht unbedingt die schlechtere Variante.
So stand das Spiel wenn man mal ehrlich ist, zu keiner Zeit auf des Messers Schneide.
Am Ende stand es 28:23 für die Hausherren und ich will jetzt beim besten Willen nicht sagen, dass wir schon Meister sind, aber es wird verdammt schwer von da oben noch runter zu kommen.
11. Spieltag
Salzbergen hat ne eigene Abfahrt!
Zum letzten Spiel des Jahres 2008 begaben wir uns in das benachbarte Emsland nach Salzbergen. Dank der beim Auswärtsspiel gegen Werlte gewonnenen Erkenntnis, daß nahezu jeder Ort in der Bundesrepublik eine eigene Autobahnabfahrt hat, fanden wir das idyllische Fleckchen Erde im Emsland ohne Probleme. Vielleicht lag es auch daran, daß man einem namentlich nicht genannten Spieler aus Nordhorn nicht gestattete, die Wegstrecke zu bestimmen.
Bevor wir zu den unwichtigen Details des Spiels kommen, hier noch ein kleiner Exkurs in die Geschichte Salzbergens: Der Ort, dessen Name sich von dort gefundenen Salzvorkommen ableitet, wurde 1177 erstmals schriftlich erwähnt. Etwa 1860, mit Bau der Bahnstrecken Münster – Rheine – Emden und Hannover - Amsterdam, sowie der Gründung eines Ölwerkes (heute H & R Wasag AG, Trikotsponsors des Gegners), begann der wirtschaftliche Aufschwung der Gemeinde. Mit Ende des 1. Weltkrieges und der Weltwirtschaftskrise kam der Aufschwung wieder zum Erliegen. Am Ende des 2. Weltkrieges waren durch Bombenabwürfe der Alliierten etwa 70 % von Salzbergen zerstört. Warum es wieder aufgebaut wurde, kann kein Historiker zufrieden stellend erklären. Heute hat Salzbergen etwa 7850 Einwohner, von denen wir einen nicht unerheblichen Teil in der Sporthalle erwarten durften.
In Salzbergen angekommen, mussten wir feststellen, daß man dort extra uns zu Ehren eine neue Halle gebaut hatte, die wir dann auch würdig einweihen wollten.
Mit Rücksicht auf das ästhetische Empfinden der Zuschauer begannen wir das Spiel zehn Minuten zu früh. So viel schlechten Handball verträgt niemand über 60 Minuten! Demnach war das Spiel schon entschieden, als der Großteil der Zuschauer eintraf. Zu Halbzeit führten wir mit 5:19, der Endstand lautete 9:36. Es war also auch den Salzbergenern nicht gelungen unseren fast beispiellosen Siegeszug (mal abgesehen vom THW Kiel) zu stoppen. Nur noch vier Spiele und wir steigen in die neunt-höchste Liga des deutschen Handballs auf.
Die 3. Herren wünscht ihren zahlreichen Fans einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2009.
12. Spieltag
Schiri, wir wissen wo dein De Lorean steht!
Ja, da trafen wieder einige ungünstige Zufälle aufeinander bei unser zweiten und letzten Saisonniederlage. Warum musste Maati Mcfly seinen Fluxkompensator auch ausgerechnet auf den 24. Januar 2009 stellen und dann noch unser Spiel in der Handball-Hochburg Hoogstede pfeifen? Wenn man den Gesichtsausdruck von Heiner Brand nach dem Spiel gegen Norwegen gesehen hat, könnte man meinen er war auch in Hoogstede und wollte sich beim Schiedsrichter für das schöne Spiel bedanken. Das hat dann aber Matze K. für ihn erledigt und prompt dafür die rote Karte gesehen. Da hat Mcfly seinem Namen wieder alle Ehre gemacht.
Aber man muss auch ganz ehrlich sagen, dass der Schiedsrichter nicht Schuld an unserer Niederlage war. Nach 12 minuten stand es nämlich bereits 9:3 für uns und wir hätten den Sack eigentlich nur noch zumachen müssen. Dann aber schwächten wir uns selber, als Andre L. das Spielfeld betrat und für den Höhepunkt des Spiels sorgte.
Ca. 40 sekunden nach seiner Einwechslung bat der Schiedsrichter Andre ganz freundlich zum Zeitnehmer-Tisch. Nichts ahnend und mit einem leisen Dumdidum auf den Lippen kam Andre der Einladung nach und trabte dem Schiri entgegen. Das war zu viel für den Man in Black. Die gute Stimmung zwischen den beiden kippte. Er hatte nämlich bemerkt, dass Andre versehentlich nicht auf dem Spielbericht eingetragen wurde. Das heißt also, er muss sich nachtragen und Hans, unser MV, bekommt die gelbe Karte zu Gesicht. Denkste! Rot für Linki! Lieber Andre, wie kann man auch zum Schiri gehen und fragen, was gibts? Ist doch klar, dass man dann fliegt. Und sicherlich sind in den 40 sekunden zuvor auch schon ein paar Dinge vorgefallen, die das Fass schließlich zum Überlaufen brachten.
Der Ausfall Linkis war insofern besonders verheerend, da er uns nach dem Spiel versicherte, dass er das Spiel seines Lebens gemacht hätte und über 12 Tore geworfen hätte.
Linki war aber nicht der einzige, der völlig zu Recht des Feldes verwiesen wurde. Gerade als sich Florian S. so richtig warm geworfen hatte, nahm er einem Hoogsteder den Ball aus der Hand. Ok, er hat zwar seinen Gegenspieler nicht berührt, aber einfach so den Ball weg nehmen? Nee, das ist Rot!
Der einzige Grund, warum nicht noch mehr Spieler mit Rot bestraft wurden, war wohl, dass die Auswahl auf dem Feld nicht mehr so groß war. Teilweise standen noch 2 Spieler auf dem Feld, die keine 2-minuten Strafe bekommen hatten. Und da war irgendwie der Spielfluß raus und Hoogstede konnte den Abstand nach und nach verkürzen. Bis sie kurz vor Schluss die erste Führung erzielten und diese auch nicht mehr aus der Hand gaben.
Unterm Strich kann man sagen, dass Hoogstede einfach besser war!
Ach Quatsch, falscher Satz!
Unterm Strich kann man sagen dass Hoogstede einfach besser mit den spontanen Regeländerungen des Schiris klar kam. Dass man neuerdings mit dem Ball in der Hand so lange laufen darf bis der Ball im Tor ist, ist sicherlich eine tolle Sache, bedarf aber in unseren Reihen noch einiger Trainingsstunden. Auch das Prellen, in die Hand nehmen, prellen, in die Hand nehmen, prellen... Verständlicher Weise nicht ganz einfach, wenn man 450 Jahre anders gespielt hat!
Das ärgerlichste an der Niederlage aber war, das wir schon einen Tisch im Deutschen Haus für unsere Meisterfeier bestellt hatten, auf dem ein riesiger Stiefel Weizenbier auf uns warten sollte. Der wartet jetzt noch immer.
Nach dem Spiel gegen Twist wird das Ding aber getrunken. Versprochen!
Bis denn
euer Theo V.
13. Spieltag
Joa Mey, war des a Spuil!
Nachdem wir, nach der Niederlage gegen Hoogstede, schon viele Spötte und Hoehne ertragen mussten, stand gegen die kleinen Bengels aus Rhede Wiedergutmachung auf dem Programm. Unsere Mannschaft war im Gegensatz zu dem Hoogstede Spiel kaum wieder zu erkennen. Liefen wir da auf dem Feld noch rum, wie Menzel und Gretel durch den Wald, zeigten wir eine wirklich beeindruckende Leistung gegen die Emskö... ähh Emsländer!
Sicherlich spielte uns auch die Terminplanung in die Karten. Freitag abend 20:30 Uhr! Perfekt.
Da spielt Restalkohol nahezu so gut wie beinahe fast keine Rolle! Da war eigentlich schon klar, dass wir die Sache ganz Easy über die Bühne bringen und uns dabei in den 60 Minuten noch einen feinen Lenz machen konnten.Bereits nach 10 Minuten stand es ca 10:3 und wir konnten uns schon Hoffnung auf unseren ersten 40 Tore Sieg machen, dem wir nun schon seit einigen Jahren hinterher laufen. Solche Spiele, die bereits nach kurzer Zeit entschieden sind, gefallen mir persönlich auch viel besser als diese dramatischen, in denen bis zur letzten Sekunde gekämpft wird. Da Christian Herzkasper.
Am Schiedsrichter gab es diesmal, wen wunderts, übrigens nichts auszusetzen. Lediglich seine Verspätung von ca einer Minute könnte man ihm übel nehmen, für die der vermutliche Landwirt aber sofort eine Entschuldigung parat hatte: Ich stand doch bis gerad noch auf der Weide, mann! Worauf Uli mit seinem bayrischem Akzent antwortete: Joa, des Simon dir an aber des machts nix, deswegen Hacki doch net uff dir rum!
Aber wirklich, der Schiri war ein Rainer Guter, da kann man echt nicht Motzen, fast besser als jeder Andre!
Unser Ziel stand lediglich beim Stand von 39:16 nochmal auf der Kippe, weil das 40ste einfach nicht fallen wollte. Ungefähr fünf Minuten hat es gedauert bis sich der Gästekeeper geschlagen geben musste. Von da an wurde das Tore werfen zum Selbstläufer und die Zuschauer konnten sich daran ergötzen, wie wir nochmal ein richtiges Tor-Feuerwerk abbrennerten. 53!!! zu 27 hieß es nach 60 Minuten. Wann ist das wohl zuletzt einer Mannschaft gelungen?
Im März-nein, im April-nein, im Mai-ja, man weiß es aber auch nicht.
Ich hoffe nur das die Jungs aus Rhede nach dieser deftigen Niederlage noch gut nach Hause gekommen sind und nicht noch weitere Pannen erleben mussten, wie zum Beispiel einen Koldenfresser oder sonstiges.
Einer der Rheder machte mir nach dem Spiel ohnehin schon große Sorgen, als er völlig allein in der Ecke stand und sich mit Rian unterhielt. Wo und vor allem Wer ist Rian, dachte ich mir und sprach ihn darauf an. Er erklärte mir dann dass er unter Flöhen leide, und einem davon hat er den Namen Rian gegeben.
Womit wir den Floh Rian auch untergebracht hätten.
So, Bääääste!
Euer Theo V.
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